Mit guter Rhetorik sein Gegenüber überzeugen

{Titel}Es gibt immer wieder Menschen, die wir wegen ihrer Überzeugungskraft bewundern. Jeder von uns kennt sie, die Teilnehmer an Talkshows, die den anderen in jeder Angelegenheit haushoch überlegen sind. In diesem Fall bekommt das Sprichwort, jemanden das Wort im Munde umdrehen, seine wahre Bedeutung. Begnadete Redner werden jedoch nicht als solche geboren, sondern sie haben ihre Auftritte und im Besonderen ihre Rhetorik erlernt und immer wieder geübt und sich dadurch eine spezielle Technik angeeignet, welche sich jeder aneignen kann. Viele nutzen die Technik der Rhetorik auch als Kampfinstrument, um ein Produkt zu verkaufen oder immer recht zu behalten. Um sich dagegen wehren zu können, müssen Sie wissen, worauf es bei guter Rhetorik ankommt.

Den Gegenüber nicht zu Wort kommen lassen

Einer der bekanntesten Tricks in der Rhetorik ist es, den anderen nicht zu Wort kommen zu lassen. Vor allem Politiker zeigen uns im Fernsehen, wie man das macht. Sie machen dort Pausen und holen Luft, wo kein anderer es tun würde. Damit setzten sie auf die Höflichkeit des Gegenüber, der mitten im Satz nicht unterbricht und der Redner kann ohne Widerrede fortsetzen. Diese Technik müssen Sie jedoch total beherrschen, um nicht Schiffbruch zu erleiden. Der Nachteil ist, dass Sie Ihrem Gegenüber schnell auf die Nerven gehen. Dem könnten Sie mit ruhigen und kurzen Sätzen entgegenwirken, so wirken Sie bei den Zuhörern wesentlich sympathischer und kompetenter.

Keinerlei Reaktion zeigen

Im Verkaufsgespräch finden sie oft den Fall, dass der Verkäufer sein Produkt mit all seiner Rhetorik anpreist, der Käufer jedoch keine Miene verzieht. Jeder Mensch sieht jedoch in der nonverbalen Kommunikation eine Botschaft. Durch das Pokerface des anderen wird er verunsichert und kann nicht erkennen ob sein Produkt Zustimmung oder Ablehnung erfährt. Wenn Sie überhaupt keine Reaktion zeigen, wird Ihr Gegenüber dies als Ablehnung sehen und vielleicht sein Angebot verbessern, ohne dass Sie ihn dazu auffordern müssten. Um diese Technik einzusetzen, müssen Sie sich jedoch sehr stark unter Kontrolle haben, viele schaffen es einfach nicht, völlig neutral zu bleiben. Wen Sie einen Bruchteil einer Sekunden nicht darauf achten, setzen Sie bereits unbewusst Signale an den Gegenüber und dieser hat wieder die Kontrolle über das Verkaufsgespräch gewonnen. Als Verkäufer müssen Sie in so einer Situation genauso cool wie der Käufer bleiben und Ihren Vortrag normal weiterführen. Ihr Gegenüber wird die Stille nach Ihrem Vortrag ausnutzen, um Sie zu verunsichern. Bleiben Sie jedoch genauso ruhig und schauen ihm fragend in die Augen, wird er verunsichert werden. Nach einer gewissen Zeit fragen Sie dann, was Ihr Gegenüber vom Produkt hält, so als ob nichts vorgefallen wäre. So können Sie in jedem Verkaufsgespräch, egal ob Einkäufer oder Verkäufer, als Sieger vom Platz gehen.

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Rhetorik | Stefan-Wegerhoff

[…] Wichtig ist, dass Sie als Redner auch als Mensch immer glaubwürdig bleiben und von Ihrem Standpunkt aus voll überzeugen können. Perfekte Rhetorik orientiert sich an ethnischen Werten und ist situationsangemessen. Das Anliegen des Redners muss bei guter Rhetorik zum Anliegen des Zuhörers werden. Das kann nur gelingen, wenn die Argumentation so überzeugend rüberkommt, dass sich der Zuhörer die Argumente zum angestrebten Ziel setzt. Bei jeder rhetorischen Situation werden Redner und Zuhörer durch ein gemeinsames Thema verbunden, gelungen ist der Vorgang erst dann, wenn beide durch das gemeinsame Ziel und gemeinsamen Anliegen auch verbunden bleiben. Augustinus hat einen wichtigen Satz geprägt: “In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden möchtest!” In diesem Satz steckt alles drin, was gute Rhetorik ausmacht. Weiterführende Information: HIER […]

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