Mein Testdiebstahl – Drehtag mit dem ZDF

Zum Thema Testdiebstahl habe ich einen Tag lang mit ZDF und „Hallo Deutschland!“ einen Beitrag drehen dürfen.

In dem einen oder anderem Geschäft gelang es uns tatsächlich, den einen oder anderen Artikel aus der Auslage zu nehmen und aus dem Geschäft zu verbringen.
Ein langer Drehtag, bei dem ich aber auch sehr nette Leute kennengelernt habe.

Der Beruf des Testdiebes oder auch des artverwandten Kaufhausdetektivs ist leider in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken.
Ohne Sicherheitspersonal ist es kaum noch möglich, ein Ladengeschäft zu führen.
Zum Thema habe ich einen Blogbeitrag: „Warum sieht mich der Kaufhausdetektiv?“ geschrieben

Gründe dafür sind unter anderem die relativ sanfte Behandlung der Täter. Ein Freispruch oder der böse Zeigefinger des Richters ist heute nicht wirklich abschreckend. So steigt die Anzahl der Diebstähle dramatisch. Die Inventurdifferenz wird längst nicht vom Bruch oder Verderb angeführt.

Leider sind, nach meinen Statistiken 60% der Diebstähle auf das eigene Personal (darunter auch Lieferanten, externe Mitarbeiter, Praktikanten etc.) zurückzuführen.
Ich persönlich arbeite heute nicht mehr als Kaufhausdetektiv, da die Bezahlung von etwa 8,00€ bis 12,00€ oder 12,00€ bis 18,00€ (als Selbstständiger) nicht mehr ausreichend sind, den eigenen

Lebensunterhalt zu decken, mit den Kosten die ein Detektiv aufbringen muss. Ständige Einsatzwechseltätigkeit, etliche Kilometer und ständig neue Outfits gehören eben zum Grundbedarf des Detektivs dazu.

Ehrliche Einblicke in das Wachgewerbe ?
Dann gibt es >>>HIER<<<Security – Was ist so schwierig smart zu sein

Als Wachmann fing ich schon früh an …

Damals, es war etwa 1983. Wir wohnten in einem riesen großen Haus in Mellen im tiefsten Sauerland. Mein großer Bruder und ich waren allein Zuhaus. Ich hatte das Zimmer, das der Wohnungstür am nächsten war und ich hatte, als Wachmann, die verdammte Aufgabe aufzupassen das keiner kommt. Bis spät in die Nacht lag ich wach, meine Augen bewegten sich nicht von der Wohnungstür. Denn niemand konnte in diese Wohnung, ohne von mir gesehen zu werden. Ich war entschlossen zu handeln, wenn sich nur einer wagen, würde diese Tür zu öffnen.
Meine Eltern, sie waren nihct zuhause, sie waren unten, unten in der Wohnung meiner Oma. Wo auch sonst, es gab ja nichts in dem verlassenen Ort außer meine Familie, mich und die, die Nachts nicht in unsere Wohnung dürfen.

Dann geschah es, plötzlich konnte ich eine Person durch das braun gefärbte, geriffelte Glas erkennen. Eine Person machte sich an der Tür zu schaffen. Und wie ich es mir vorgenommen hatte, handelte ich. Ich nahm all meinen Mut zusammen…
….

… und zog die Decke über meinen Kopf.

Natürlich war es meine Mama und mein Papa.
Das war bei Weitem nicht die einzige Erfahrung, die ich gemacht habe, Streifzüge im Schlafanzug, nachts um 2:00 Uhr durchs Dorf gab es auch. Und ganz präventiv habe ich 1984 die ortsansässige Postfiliale mit einem Spielzeugrevolver überfallen. Ich musste ja die Sicherheitseinrichtungen testen.

Das ist tatsächlich alles so passiert seiner Zeit, doch um zurück zum Thema zu kommen, bin ich dann 1996 endlich 18 geworden und durfte dann endlich meinen Nebenjob im Wachgewerbe starten.

Mein erster Einsatz war, Wachmann an einem Baumarkt in Dortmund. Parkplatzbewachung wegen Sachbeschädigung an der Außenhaut. Dieser Baumarkt grenzte exakt an den Straßenstrich von Dortmund, Ihr könnt euch vorstellen, was auf diesem Parkplatz für ein Verkehr war.
Naja ich hatte zwar mit riesen Lettern SECURITY auf dem Auto stehen, aber hab mich natürlich nicht getraut das Auto zu verlassen. Denn diese Welt kannte ich so nicht und das war mir alles zu fremd.

So ging es dann Jahr um Jahr in alle Bereiche in die ich reinschnuppern durfte. Eine tolle Erfahrung …